Weihnachtsdeko beim Home Staging?!

Weihnachtsdeko beim Home Staging?!

Weihnachtsdeko beim Home Staging?!

Es wird wieder kälter, im Fernsehen laufen schon erste weihnachtliche Werbungen und beim Einkaufen wird man überschüttet mit Lebkuchen und co… Das heißt, die Weihnachtszeit hat wieder begonnen. Jetzt stellt man sich natürlich als Home Stager die Frage: Soll ich Weihnachtsdeko beim Home Staging einsetzten?


Nein, bei keinem Home Staging Einsatz sollte man die Immobilie weihnachtlich gestalten, denn:

  • Die Immobilie könnte nicht so schnell wie geplant verkauft werden und somit über die Weihnachtszeit hinaus zum Verkauf stehen. Und wer will schon im Januar durch ein Haus geführt werden, voll mit roten Dekokugeln und Girlanden?!
  • Es gibt auch eine Menge Leute, die Weihnachten nicht mögen oder nur noch genervt davon sind. Somit verkleinert man die Zielgruppe, was schädlich für jeden Home Staging Einsatz ist.
  • Das Objekt bietet dem neuen Besitzer keinen Raum für eigene Vorstellungen und Pläne. Denn man präsentiert keine neutrale Immobilie, wie es das Ziel ist. Sondern steckt sie in eine Schublade, die man mit den vorherigen Eigentümern in Verbindung bringt.
  • Die Dekoration lenkt von Vorteilen der Immobilie ab. Weil der potenzielle Käufer im Nachhinein nur denkt: „Ah das war das weihnachtliche Haus“. Obwohl es besser wäre zum Beispiel den tollen Holzboden oder die modern ausgestattete Küche im Gedächtnis zu behalten.

Um die größtmögliche Käuferschicht anzusprechen, sollte man keine Weihnachtsdeko beim Home Staging einsetzten und allgemein den Einsatz nicht auf Jahreszeiten oder Ereignisse ausgerichten. Denn Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen die immer passt und noch viel wichtiger, die die Vorzüge der Immobilie perfekt präsentiert.


Dieser BLOG lebt von der Interaktivität, daher freue ich mich über jeden Kommentar, DEINE Geschichte, DEINE Meinung hier unterhalb des Artikels. Vielen Dank!!

Ach ja… und ein like oder tweet wäre mir natürlich auch eine große Freude!

Bis Bald

Heike Uhlemann
Heike Uhlemann

Über den Autor

14 Kommentare

  • Jutta Noruschat 14. November 2016 um 13:02

    Das ist genau meine Meinung, Heike. Wir haben letzte Woche ein Objekt nach Fertigstellung übergeben und die Maklerin fragte uns, warum wir keinen Tannenbaum aufgestellt hätten. Wäre doch jetzt die Zeit dazu und er würde doch soooo gut in die Ecke im Wohnzimmer passen. Und sie liebt ja Weihnachten so……. Die Gründe hast du absolut richtig aufgeführt, dem gibt es nichts hinzuzufügen.
    Viele Grüße,
    Jutta Noruschat

    • Heike Uhlemann Autor 14. November 2016 um 17:57

      Danke Jutta!!

      • Elisabeth Fabian 22. November 2016 um 10:44

        Ich dekoriere nicht weihnachtlich – wenn das Objekt in meiner Nähe ist, dann vielleicht einen dezenten Zweig mit einer Amaryllis aus Seide. Die nehme ich dann aber wieder raus, wenn der 1. Jan kommt, Ansonsten neutral oder wirklich minimal – Kerzen gehen allerdings immer…….

        • Heike Uhlemann Autor 28. November 2016 um 10:16

          Klar, da hat jeder eine andere Meinung…Ich kann nur für mich sagen, dass ich es lieber ganz weglasse. 🙂

  • Peti 14. November 2016 um 17:53

    Ich sage auch nein ….. so schön wie es ist ….. es gibt auch Menschen mit anderen Religionen die Häuser kaufen möchten, und das kann in so einem Fall ein KO Kriterium sein.

    • Heike Uhlemann 14. November 2016 um 18:01

      Absolut richtig, Peti. Und das wäre ja wirklich schade, wenn der Hausverkauf daran scheitert.

  • Erich Zaliwciw 15. November 2016 um 14:19

    Das hätte sogar der Makler gewusst. (hat ja auch schon ein wenig von der Stagerin gelernt 😉

    • Heike Uhlemann 15. November 2016 um 17:46

      Gut aufgepasst ;-). Gibt eine 1 mit * 🙂 🙂 🙂
      Grüße nach Ludwigshafen

  • Nicolai Friedrichsen 15. November 2016 um 19:22

    Hallo, auch aus Maklersicht ein klares NEIN. Die Gründe haben Sie genannt. Außerdem: Wir haben immer mehr „Nicht-Christen“ unter unseren Kaufinteressenten. Zum Beispiel feiert ein türkisch-stämmiger Deutscher aus religiösen Gründen kein Weihnachten. Das passt dann oftmals nicht. Und wenn wir schon dabei sind: nicht, dass jemand demnächst für Ostern dekorieren will.

    • Heike Uhlemann 16. November 2016 um 7:40

      Genau! Vielen Dank Herr Friedrichsen.
      Die Osterhasen und Weihnachtsmänner lassen wir uns lieber in Form von Schokolade schmecken 😉
      Liebe Grüße in den Taunus!

  • Kerstin Keitel, Raumwerk 16. November 2016 um 11:01

    Auch wir verzichten beim Home Staging auf jegliche weihnachtliche Dekorationen. Die Gründe sind genannt. Die Jahreszeiten finden aber schon Berücksichtigung: z.B. bei der Farbgestaltung, die aber in erster Linie zum Haus passen muss. Im gerade fertig gestellten Haus haben wir mit Decken, Fellen und Kissen eine gemütliche Atmosphhäre erzeugt und den Hausherren gebeten für die Fotos den Kamin anzufeuern. Auf dem Kaminsims stehen 2 Sterne…

    • Heike Uhlemann Autor 28. November 2016 um 10:20

      Eine gemütliche Atmosphäre kann natürlich nie schaden… Und Sterne kommen bei mir auch zum Einsatz, die verbindet man ja nicht automatisch mit der Weihnachtszeit 🙂
      Liebe Grüße

  • home staging Agentur Geschka Michaela 16. November 2016 um 14:34

    Hallo Heike,
    erstmal danke, für die Einladung zum Blog-Austausch.
    Was das Thema „Weihnachtsdeko“ in home staging Umsetzungen betrifft, schliesse ich mich den vorhergehenden „NEIN“-Antworten an. Dies gilt auch für die Osterdekoration – ach ja, und die „schöne“ Karnevalsdeko. Aber ! da ich die Jahreszeit doch indirekt bei der Rauminszenierung – wie Blumenarrangements im Sommer (z.B. für den Fototermin) und den Charakter des Hauses/des Raumes berücksichtige, gibt es bei meinen Projekten sehr wohl eine „Winterdekoraton“, die einen Hauch von „Weihnachtsatmosphäre“ im positiven Sinn verbreitet, gerade in Landhäusern, wo wir viel Erfahrungswerte haben. U.a. begleiten wir Verkaufsprozesse von Immobilien auch im Rahmen eines Openhouse…wenn dies in die Vorweihnachtszeit fällt, sehe ich MINIMALISTISCHE Weihnachtsdeko/Winterdeco – wie Kerzlicht beim Kaminfeuer, Mistelzweige, Kugelglanz in repräsentativer Schale – neben womöglich „Weihnachts“-Keksen…als „verkaufsfördernd“ an. Zumindest gab uns das „WOW“ der Besucher und der Maklervertretung ein positives Feedback. Also ich meine, es gibt auch „Ausnahmen zu Regel“ – wenn es verkaufsfördernd wirkt. Natürlich wird der „Weihnachtliche“ Ansatz entfernt, sobald der Verkaufsprozess sich über den „Winter“ hinaus zieht.
    Laut den home staging Regeln gilt auch ein „Buddha“ Kopf/Statue als No-Go in einer Umsetzung – da dies ein religiöser Ansatz. Mittlerweile steht diese auch als „Deko“ in Bädern und Wellness-Oasen und ist auch stellvertretend in der euorpäischen Kultur als Zeichen von „Ruhe“ und „Entspannung“ zu sehen. Von daher, ist auch ein Abwiegen, bei Dekoakzenten, welcher Ort/Land/ ob es verkaufsförderund sinnvoll. Zumal auch Farbpsychologie – also der Einsatz von Farben – ein Diskussionsthema wäre ;0)

    Gruß aus München

    • Heike Uhlemann Autor 28. November 2016 um 10:28

      Zunächst mal vielen Dank für den tollen und ausführlichen Kommentar 🙂
      Es spricht natürlich nichts dagegen eine heimische und gemütliche Stimmung zu schaffen.
      Jedoch wie du selbst sagst, muss die Immobilie eventuell wieder umdekoriert werden, was ein großer Zeitaufwand ist. Deshalb bin ich ein Fan von Jahreszeiten übergreifende Staging Designs. Aber gerade bei der Gestaltung einer Immobilie für einen kurzen Zeitraum, wie einen Open House Termin verstehe ich deine Ansichten 🙂
      Liebe Grüße gehen zurück nach München

Hinterlasse einen Kommentar

Hol dir meine 3 besten Wege zu neuen Home Staging Kunden!

x